Aktueller Stand: Im Rahmen des Projektes "Impulspatenschaften" haben wir seit Jahresbeginn 2026 bereits 21 Tandems gebildet: 17 Tandems zwischen Menschen mit Migrationshintergrund und Menschen, die hier aufgewachsen sind und 4 Tandems mit Menschen, die von Einsamkeit betroffen sind.
Für 2026 haben wir uns als Ziel gesetzt, 100 Tandems in der Stadt zu bilden. Seien auch Sie ein Teil dieser Tandems!
Lesen Sie auch gerne den Rückblick 2025.
Allen Tandems wünschen wir viele interessante Gespräche und dass man gegenseitig vom Tandem profitiert.
Impulspatenschaften - mit teils nur wenigen Terminen ehrenamtlich aktiv sein und dennoch viel erreichen.
Individuell - terminlich flexibel - zeitlich weniger lang gebunden
Heraus aus der eigenen Blase, hinein in eine andere Welt.
Ihnen geht es soweit gut, Sie verfügen über etwas freie Zeit, wollten sich schon immer mal gerne ehrenamtlich engagieren und suchen nun nach einem Ehrenamt, an das Sie sich nicht jahrelang binden möchten, sondern bei dem Sie ganz individuell helfen und flexibel in der Zeiteinteilung bleiben können? Sie lernen noch dazu gerne andere Menschen kennen und haben auch kein Problem damit, mal aus der eigenen 'Komfortzone' rauszukommen? Also mal sehen und erkennen, dass es Menschen gibt, die nicht auf der "Sonnenseite des Lebens" stehen. Diese kennenzulernen, der anderen Seite zuzuhören, sich in sie hineinzuversetzen und insgesamt einer gesellschaftlichen Entwicklung entgegenzuwirken, bei der es immer nur um das eigene Wohl geht. - Dann könnte eine Impulspatenschaft genau das Richtige für Sie sein!
Wen könnten Sie in Trier unterstützen? Die Palette ist breit. Viele Menschen fühlen sich einsam und isoliert. Dies können ältere Menschen, Alleinerziehende, Migrant:innen mit schlechten Deutschkenntnissen oder wenig Vernetzung zu Einheimischen, Erkrankte, Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, Menschen, die eine akute Lebenskrise zu bewältigen haben, Menschen, die durch die Pandemie noch einsamer wurden, u.v.m. sein.
Was ist das Ziel? Menschen begegnen und sich austauschen. Raus aus der Isolation und Hoffnungslosigkeit. Impulse geben, Mut machen, Herausforderungen gemeinsam angehen, zeigen, dass man nicht alleine ist.
Begegnen Sie diesen Menschen auf Augenhöhe. Hören Sie ihnen zu, auch wenn oder gerade weil Sie nicht unbedingt Teil des eigenen Alltags sind. Schenken Sie Ihnen etwas Ihrer Zeit und Ihrer Fähigkeit, bei Problemen immer nach Lösungen zu suchen statt aufzugeben. Geben Sie ihnen Hoffnung, Motivation und die richtigen Impulse.
Gehen Sie eine Impulspatenschaft ein. Flexibel, nicht grundsätzlich langfristig gebunden, aber sehr wertvoll für beide Seiten.
Mit zunächst drei Treffen lernt man sich kennen, steckt Ziele ab, hält sie vielleicht auch schriftlich fest, geht sie unter Umständen auch schon direkt an. - Bei manchen Patenschaften reichen diese drei Termine, bei manchen läuft die Patenschaft ein halbes Jahr und bei wiederum anderen wird geschaut, wie ggf. zusätzlich ein professionelles Hilfesystem „installiert“ werden kann, weil das Ehrenamt dies nicht leisten kann.
Interessierte fragen bitte das Angebot Nr. 156156 bei uns an. Bevor wir an die entsprechenden Tandempartner/innen vermitteln, möchten wir Sie natürlich zunächst kennenlernen. Auch bei dem ersten Treffen mit Ihrer/Ihrem Tandempartner/in werden wir jeweils dabei sein und immer wieder auch Kontakt mit Ihnen und Ihrer/Ihrem Tandempartner/in halten.
Hier die aktuellen Gesuche bei den Impulspatenschaften (Stand: 14.03.2026):
- Eine kurdische Frau, die in Syrien Juristin war, Mitte 40, lebt seit ca. 1 1/2 Jahren hier in Deutschland und spricht Deutsch auf B1-Level. Sie möchte ihre Sprachkenntnisse gerne verbessern und freut sich auch, mehr Kontakte hier zu finden. Gesucht wird hier eine Ehrenamtliche, die mit ihr das Deutsch verbessern möchte, sie ggf. auch ein bisschen fordert, die ggf. ähnlich alt ist wie sie (kein Muss), die ggf. auch mal mit ihr zusammen schaut, was sie an Sport etc. so in Trier machen könnte, um mehr Kontakte zu finden (auch kein Muss).
- Für eine 89jährige Dame, die im Servicewohnen eines Seniorenheims wohnt, sucht jemanden Kulturintressiertes, eher 60+ . Die ältere Dame wird aufgrund des Alters immer einsamer, die Kinder wohnen weit weg, sie ist geistig aber noch topfit – und dazu recht anspruchsvoll. Das heißt, sie würde gerne neue Menschen kennenlernen (gerne Leute, die was älter sind wie sie, aber kein Muss). Mit diesen auch mal über Kultur, Gesellschaft und Politik sprechen. Ggf. mal zusammen ins Theater, zum Ballett oder anderen kulturellen Veranstaltungen. Da sie mittlerweile auf den Rollstuhl angewiesen ist, ist es schwieriger geworden, z.B. abends ins Theater (mit dem Taxi) zu kommen. Aber auch das sollte doch irgendwie möglich sein.
- Eine 21jährige Ukrainerin sucht Anschluss in Trier. Sie kam als Erasmus-Studentin während des Krieges nach Trier und konnte danach online hier (auf Englisch wie bisher) weiterstudieren. Seit einem Semester lernt sie nun Deutsch, da nicht klar ist, wie lange dieser Krieg noch dauert und ob sie ihren Master hier in Deutschland macht. Für sie suchen wir eine Ehrenamtliche in ihrem Alter, die mit ihr das Deutsch noch weiter verbessert (aktuell spricht sie viel auf Englisch, da ihr die deutschsprachigen Kontakte fehlen), aber auch mal was unternimmt, sie ggf. auch in ihren Freundeskreis miteinbindet etc.
- Für zwei syrische Kinder im Grundschulalter wird jemand gesucht, die/der ehrenamtlich Nachhilfe geben könnte. Mehr Infos liegen uns bei dieser Anfrage noch nicht vor.
- Noch einmal eine Frau aus der Ukraine: sie sucht jemanden zum Deutschlernen. Im Tandem, 1:1, z.B. einmal die Woche. Sobald uns auch hier mehr Infos vorliegen, wird dieses Gesuch vervollständigt.
Gesucht wird also klassisch jemand, der 1:1 jemandem beim Verbessern der deutschen Sprache helfen könnte. - Eine 82jährige Dame aus der Trierer Innenstadt sucht eine ehrenamtliche Person, die sie bei Spaziergängen begleitet und Halt gibt. Ihre Mobilität ist eingeschränkt ist und sie kann aktuell ihre Wohnung nicht alleine verlassen. Da sie sonst niemanden in Trier hat, freut sie sich über jemanden, der wie gesagt ab und zu mit ihr eine Runde dreht und fragt, wie es ihr geht. Der Pflegestützpunkt ist im Hintergrund als Ansprechperson für die ehrenamtliche Person da (falls mal was sein sollte).
- Ein 32jähriger Mann aus Burkina Faso: Er war Anfang Februar bei uns in der Beratung. Er lebt seit drei Jahren in Trier, hat aktuell eine BAMF-Ablehnung, aber wir denken, dass er erst einmal bleiben wird. Ausbildung und Arbeit leider wegen der Ablehnung nicht möglich. Der Mann wirkte motiviert. Netter Typ, der jetzt das Beste aus seiner Situation macht. Er sucht ein Ehrenamt, um sein Deutsch weiter zu verbessern, was Sinnvolles zu tun. Er freut sich aber auch sehr über jemanden, der mit ihm einmal die Woche sein Deutsch trainiert und normale Gespräche (Thema Alltagsdeutsch) führt. Er spielt wohl auch noch im Fußballverein, hat also dadurch schon ein paar Kontakte, nur halt keine zum Trainieren des Alltagsdeutsch.
- Junge fröhliche und zielstrebige Frau (33 Jahre) aus Afghanistan, verheiratet, drei schulpflichtige Kinder, sucht Unterstützung zur Verbesserung der Deutschkenntnisse als Vorbereitung auf die Ausbildung im August 2026. Sie hat das Sprachniveau B2, hat ein 8wöchiges Praktikum in einer Arztpraxis absolviert und nun dort die Zusage für einen Ausbildungsplatz als Medizinische Fachangestellte erhalten. Sie möchte gerne Patientengespräche, Telefonanrufe, gerne auch medizinische Fachbegriffe u.ä. einüben, um hier in der Ausbildung sicherer zu sein. Sie hat vormittags Zeit, da am Nachmittag die Kinder zu betreuen sind. Gesucht wird hier jemand, die/der sich mit der Frau z.B. einmal die Woche, nach Bedarf oder online helfen kann.
- Für einen motivierten jungen Mann aus Afghanistan, der seit 2022 in Trier lebt, wird ein/e Impulspat*in gesucht. Der junge Mann hat in seinem Heimatland bereits eine Ausbildung als medizinisch-technischer Laborant abgeschlossen. Sein Ziel ist es nun, in Deutschland beruflich Fuß zu fassen. Dafür ist das Bestehen der B2-Prüfung die entscheidende Voraussetzung, um den notwendigen Anpassungslehrgang an der Fachschule beginnen zu können. Der Unterstützungsbedarf: Er benötigt vor allem Hilfe bei der sprachlichen Präzision: Schreibtraining - Strukturierung komplexerer Sätze und formale Texte. Sprechtraining - Fachspezifischer Austausch und Vorbereitung auf die mündliche Prüfung.
Es wäre eine schöne Sache, jemanden dabei zu unterstützen, seine wertvolle medizinische Qualifikation auch hier in Trier einbringen zu können. Vielleicht gibt es jemanden mit pädagogischem Hintergrund oder Interesse an medizinischen Themen, der ihn ein Stück auf diesem Weg begleiten möchte? - Einen fast blinden Mann unterstützen: Ein 41jähriger Mann aus Syrien, verheiratet, zwei Kinder, Sprachniveau offiziell B1 (gefühlt eher besser) ist in Kontakt mit Pro Retina, einer Selbsthilfevereinigung von Menschen mit Netzhautdegenerationen. Gemeinsam mit einer Ansprechpartnerin von dort erschien er bei uns und bat um Unterstützung. Gesucht wird hier jemand, die/der mit ihm ab und zu einem Termin beim Amt oder Arzt begleitet oder auch mal ein Formular ausfüllt (aktuell eins von der Agentur für Arbeit) etc., ggf. das Deutsch weiter verbessert. Wir stellen zudem den Kontakt zu einem Migrationsfachdienst her (Fragen zu seinem Asyl), so dass das Tandem dort mal gemeinsam hingehen kann. Ebenso könnte gemeinsam recherchiert werden (wir helfen gerne), wo ggf. für den Mann ein passender Deutschlernangebot stattfinden könnte. Die ehrenamtliche Person wird bei dieser Impulspatenschaft übrigens nicht nur von uns, sondern auch von Pro Retina bei Fragen begleitet.
- Eine Impulspatenschaft ggf. eher für jemanden, die/der türkisch spricht: In absehbarer Zeit kommt ein türkisch sprechender Herr aus einer Pflegeeinrichtung heraus und bezieht im Trierer Stadtgebiet eine Wohnung. Der Herr ist Anfang 50, hatte kurz nach seiner Einreise einen Schicksalsschlag und ist seitdem Rollstuhlfahrer. Er fühlt sich unsicher bei außerhäuslichen Aktivitäten, wie Einkauf, Arztbesuchen, u.a. Für eine Eingewöhnungszeit suchen wir eine Ansprechperson und Begleiter/in für diese Aufgaben. Er ist in der Pflege selbständig und die Haushaltsführung (Reinigung der Wohnung, Wäschepflege, ...) wird anderweitig übernommen. Der Herr ist laut dem Amt, mit dem wir in diesem Fall zusammenarbeiten, sehr umgänglich und würde sich freuen, wenn er eine Begleitung finden würde, die ihm Sicherheit vermitteln kann, sodass er auf Dauer auch selbständig werden kann. Das Kennenlernen würde bei der Wohnungsbesichtigung (Termin steht noch nicht) stattfinden, bei der auch direkt gerne gedolmetscht werden könnte.
- Es geht um einen jungen Mann, mittlerweile 18 Jahre alt, aus der Ukraine, den eine Jugendhilfeeinrichtung in Trier betreut. Bei dem Jungen liegt eine geistige Behinderung vor, die vor allem den Bereich des Lernens betrifft. Der Junge hat aufgrund seiner Einschränkung, Schwierigkeiten, die deutsche Sprache zu lernen. Nach zwei Jahren an der BBS hat er diese ohne Abschluss verlassen. Bezüglich seiner beruflichen Zukunft scheint er wohl nun in einer Werkstatt für behinderte Menschen untergekommen zu sein. Der Junge benötigt Unterstützung beim Deutsch lernen und jemand der mit ihm gelegentlich verschiedene Freizeitangebote wahrnimmt.
- Ein junges Pärchen aus Afghanistan, sehr höflich und nett. Sie wünschen sich mehr Kontakte und mehr Praxis der deutschen Sprache. Das Pärchen möchte sich hier ein neues Leben aufbauen und tun alles, um in die Gesellschaft reinzukommen. Für sie wäre eine engagierte ältere Einzelperson oder ggf. auch mal ein deutsches Paar um die 30 interessant, das die beiden beim Ankommen hier weiter unterstützt.
- Es geht um die vorläufige stundenweise Begleitung eines syrischen Jungen (7 Jahre) am Vormittag in der Grundschule Feyen. Da er schulisch nicht gut mitkommt, ansonsten aber nicht eingeschränkt ist, sieht eine soziale Einrichtung, bei der Familie in Betreuung ist, eine ehrenamtliche Unterstützung als sinnvoll an. Gerne eine Lehrerin im Ruhestand oder jemand, die/der sowas Ähnliches schon einmal gemacht hat.
Wenn Sie sich vorstellen könnten, jemandem von diesen Menschen zu helfen: rainer.freischmidt@ehrenamtsagentur-trier.de bzw. Tel. 0651-9120702. Wir vereinbaren dann gerne kurzfristig einen persönlichen Gesprächstermin hier bei uns.
Unterstützungssuchende melden sich entweder direkt bei uns oder es melden sich soziale Einrichtungen oder Ämter bei uns.
Sollten Sie Interesse haben, grundsätzlich anderen Menschen in Form einer Impulspatenschaft zu helfen, nehmen wir Sie in den E-Mail-Verteiler der Impulspat*innen auf. Über diesen informieren wir alle Ehrenamtlichen, wenn eine neue Anfrage einer/eines Hilfesuchenden reingekommen ist.
Wer sich dann vorstellen kann, dieser Person zu helfen, schreibt uns einfach kurz zurück und wir vereinbaren mit Patin/Pate (Ehrenamtliche/r) und Mentee (Unterstützungssuchende/r) einen Termin hier in unseren Räumlichkeiten, also auf "neutralem" Boden. Es kommt dann zu einem Termin, bei dem ein Mitarbeiter von uns sowie Patin/Pate und Mentee anwesend sind und sich kennenlernen. Man schaut dann zunächst, ob die "Chemie" grundsätzlich stimmen könnte. Falls ja, wird gemeinsam das Problem kurz angesprochen und ein klares Ziel und ein grober Zeitplan besprochen. Sollten beide Seiten sich eine Patenschaft vorstellen können, kann eine Impulspatenschaft starten. Sollte es noch Zweifel geben, können beide Seiten auch erst am nächsten Tag jeweils eine Rückmeldung an unseren Mitarbeiter geben.
Im Verlauf der Patenschaft wird Kontakt mit unserem Mitarbeiter gehalten: Ist alles gut? Sind beide Seiten zufrieden? Kann irgendwie weitergeholfen werden? etc.
Ist das Ziel erreicht, wird die Patenschaft beendet. Manchmal entstehen auch Freundschaften und der Kontakt läuft dann freundschaftlich weiter.
So einfach ist.
Austauschtreffen
Mehrmals im Jahr finden Austauschtreffen im Rahmen der Impulspatenschaften statt: Menschen, die Unterstützung benötigen, treffen auf Menschen, die Unterstützung geben können. Sollte es zwischenmenschlich passen und kann Hilfe gegeben werden, bilden beide Seiten eine Impulspatenschaft. Wie lange, wann man sich trifft, usw. entscheiden dann beide untereinander.
Wann das nächste Treffen stattfindet, erfahren alle, die bei uns als Impulspat*in gelistet sind, rechtzeitig per Mail.
Haben Sie Interesse, an einem Austauschtreffen teilzunehmen, melden Sie sich gerne bei uns:
Rainer Freischmidt, rainer.freischmidt@ehrenamtsagentur-trier.de, Tel. 0651-9120702
Was sind weitere mögliche Impulspatenschaften?
Hier weitere Beispiele, für die wir bzw. die Einrichtungen, mit denen wir zusammenarbeiten, Ihre Hilfe benötigen könnten. Sollten Sie Interesse haben, bei einem der Fälle zu helfen, zögern Sie nicht und rufen Sie uns an.
- Menschen mit Migrationshintergrund sowie deren Alltag kennenlernen, über die Angst vor Behördengängen oder Arztbesuchen sprechen und verstehen lernen, sie dorthin auch mal begleiten. Die Sicht des Anderen verstehen lernen und sich austauschen.
- den Alltag einer Alleinerziehenden kennenlernen. Ihr zeigen, dass sie nicht alleine ist. Hilfsangebote aufweisen, gemeinsam Anträge ausfüllen, Termine wahrnehmen. Regelmäßige Freizeitaktivitäten.
- in Zeiten der Pandemie mit jemandem Älteren spazieren gehen, reden und für Ablenkung sorgen.
- Geflüchtete, die kurz vor einer Sprachprüfung stehen, treffen, sich austauschen, schauen, wie weit sie sprachlich sind, unterstützen, gemeinsam sprechen und (voneinander) lernen.
- Menschen zuhören, die durch die Pandemie isoliert und alleine zuhause sitzen. - Die Ängste ernst nehmen, Lichtblicke aufzeigen.
- jemandem aus einem 'benachteiligten Quartier' treffen. Diskutieren, kennenlernen - verstehen lernen. Auch mal vermitteln, wenn es Probleme mit dem Amt gibt. Lösungsansätze besprechen - dranbleiben.
- wenig vernetzte Menschen, die in der Stadt Kontakt suchen, mit in den eigenen Verein nehmen und z.B. gemeinsam Sport machen.
- eine ältere Dame oder einen älteren Herrn, einen Menschen mit wenig Deutschkenntnissen bei Arztbesuchen begleiten, anschließend alles noch einmal erklären, Ängste nehmen.
- Generationsübergreifendes Austauschen und Begegnen. Wie war das früher noch einmal? Vom Wissen der 'Alten' profitieren. Durch die 'jungen Leute' fit bleiben.
- junge Menschen mit Lernschwierigkeiten in Schule oder Ausbildung regelmäßig treffen. Begegnen, hineinversetzen, gemeinsam lernen, auf Prüfungen vorbereiten.
- Menschen, die vom Hochwasser betroffen waren, auch jetzt noch begleiten. Sie und die aktuelle Lebenssituation kennenlernen, sich austauschen, Ablenkung schaffen, reden, Hoffnung machen und vorne schauen, ggf. auch anpacken (gemeinsam tapezieren, Putz abschlagen etc.), da sein und zuhören.
- Geflüchtete zu den ersten Einsätzen des neuen Ehrenamts begleiten. Schauen, dass die Anlaufschwierigkeiten nicht zu groß sind und es nicht an der Kommunikation scheitert. Austausch schaffen zwischen Einrichtung und Geflüchteter/m. Unterstützen.
- Einsame Menschen mit wenig Hoffnung unterstützen: z.B. hochverschuldete Menschen, die nicht mehr weiter wissen. Hoffnung geben, Überblick über Schulden verschaffen, Sortieren der Unterlagen, Anbindung an eine Schuldnerberatung, gemeinsam über Haushaltsbuch und unüberlegte Einkäufe sprechen.
- Senioren Technik erklären
- "Sprachspaziergang" für Menschen mit und ohne Migrationshintergrund - einfach regelmäßig eine Runde zu zweit draußen im Park drehen und dabei über ein Thema, das beide vorher festgelegt haben, sprechen.
- Einsame, wenig vernetzte Menschen an einen Verein oder an ein neues Hobby heranführen
... und vieles mehr ist möglich.
Interessierte fragen bitte das Angebot Nr. 156156 bei uns an (gerne auch direkt Bescheid geben, bei welcher Form der Hilfe Sie sich ein Engagement Ihrerseits vorstellen könnten). Wir kontaktieren Sie dann umgehend, sobald ein "Gesuch" in der Richtung reinkommt.
Und sollten Sie jemanden kennen, die/der Unterstützung benötigt (egal, ob mit oder ohne Migrationshintergrund), kontaktieren Sie uns. Wir versuchen weiterzuhelfen!
Ihr Ansprechpartner lautet: Rainer Freischmidt, Tel.: 0651-9120702, rainer.freischmidt@ehrenamtsagentur-trier.de
Rückblick 2025
In unserem Projekt „Impulspatenschaften“ blicken wir auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Ziel des Projekts ist es, Tandems zu bilden, in denen Menschen sich gegenseitig unterstützen – beim Ankommen in der Gesellschaft, bei konkreten Herausforderungen, bei Einsamkeit oder beim Erlernen der deutschen Sprache. Kurz: (fast) alles ist möglich. Manche Tandems treffen sich nur wenige Male, viele jedoch über Wochen oder Monate hinweg, manche sogar ein Jahr oder länger.
Im Jahr 2025 konnten wir insgesamt 140 Patenschaften vermitteln. In über 90 Prozent der Fälle brachten wir Menschen, die schon länger in Deutschland leben, mit Menschen zusammen, die neu hier sind. Das bedeutet: 140 Patenschaften, also 280 Menschen mit ihren individuellen Geschichten, Wünschen, Motivationen und Erfahrungen.
Ergänzend zu den Tandems haben wir 2025 acht Austauschtreffen im Rahmen der Impulspatenschaften veranstaltet – teils mit thematischen Schwerpunkten, teils einfach zum Vernetzen und Austauschen. An allen Treffen nahmen sowohl Migrant*innen als auch hier aufgewachsene Menschen teil. Ein Überblick über diese sehr erfolgreiche Veranstaltungsreihe:
- Drei größere Austauschtreffen zur Tandembildung unter Frauen
Bis zu 36 Interessierte pro Treffen nahmen teil. - Zwei Austauschtreffen im Rahmen eines Sprachlernabends
Eine Kooperation mit dem Internationalen Zentrum der Universität Trier, mit 40 bzw. 49 Teilnehmenden. - Ein Advents-Austauschtreffen
mit 37 Teilnehmenden. - Zwei "klassische" Austauschtreffen - mal mit Schwerpunktthema, mal nur zum unkomplizierten untereinander Kommunizieren und Vernetzen
mit je 15-25 Teilnehmenden.
Im Oktober besuchten außerdem 24 Migrant*innen und Ehrenamtliche gemeinsam im Tandem die Landesausstellung Marc Aurel im Stadtmuseum Trier. Im Anschluss diskutierten die Teilnehmenden über Demokratie und dem Verständnis guter Herrschaft. Die Veranstaltung wurde durch das Programm „100 x 500 für die Demokratie“ von der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz gefördert.
Darüber hinaus konnten im November und Dezember 14 weitere „Kulturtandems“ gebildet werden. Ziel dieser Tandems ist es, dass Ehrenamtliche gemeinsam mit Menschen, die sich einsam fühlen, eine kulturelle Veranstaltung besuchen – und idealerweise auch danach weiter miteinander in Kontakt bleiben.
Ein herzliches Dankeschön gilt an dieser Stelle der Lottostiftung Rheinland-Pfalz, dem Kulturdezernenten der Stadt Trier Markus Nöhl sowie dem Theater Trier, der TUFA, der Schatzkammer und dem Stadtmuseum. Sie alle haben dieses Angebot erst möglich gemacht.
Das Projekt „Impulspatenschaften“ ist Teil des Bundesprogramms Menschen stärken Menschen und gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und wird auch 2026 fortgeführt. Wir freuen uns sehr, wenn Sie sich im kommenden Jahr als Pat*in für andere Menschen engagieren möchten.
